BayKiBiG-Reform berechnen: Wie verändern sich die Fördereinnahmen Ihrer Kindertagesstätte?
Die BayKiBiG-Reform erhöht die staatliche Förderung, schichtet aber zwischen den Förderbereichen um. Was das für Ihre Einrichtung bedeutet, hängt von Platzzahl, Altersmischung und bisherigen Zusatzförderungen ab. Übernehmen Sie Ihre Ist-Werte 2026 direkt aus dem Excel-Export des Monatsstatus in KiBiG.web – kostenlos und in wenigen Minuten.
Reformstand: Änderungsgesetz vom (GVBl. 2026 S. 401), in Kraft ab 1. Januar 2027. Alle Werte sind vorläufig und stehen unter Haushaltsvorbehalt.
Einrichtung
Immer nur eine Einrichtung. Die Sockelpauschale gilt für die ersten 50 Plätze je Einrichtung – wer die Plätze mehrerer Einrichtungen zusammenzählt, bekommt den Sockel nur einmal statt einmal pro Haus und rechnet sich damit deutlich zu arm. Ein Träger mit drei Einrichtungen rechnet drei Mal und addiert die Ergebnisse.
Nicht mitzählen: Fach- und Ergänzungskräfte, auch wenn sie anders eingesetzt werden, Schnupperpraktika, Ehrenamt und externe Dienstleister.
Von der Summe hängt ab, wie viele Plätze ab 2028 in die Teamkräftepauschale eingehen – die Staffel darunter zeigt es. Im Übergangsjahr 2027 genügt eine Teamkraft. Gefördert wird monatsweise: Ruht ein Arbeitsverhältnis, etwa in der Elternzeit, fehlen diese Stunden in den betroffenen Monaten.
Teamkräftepauschale pro Jahr
Kindbezogene Förderung 2026 · Ist-Werte aus KiBiG.web (Excel-Export des Monatsstatus 2026)
Bisherige Richtlinienförderung 2026 · entfällt ab 2027
Je Kraft: 2 × (5 × Basiswert Tagespflege) × 1,3 × Buchungszeitfaktor, anteilig nach berechtigten Monaten. Buchungszeitfaktor nach Stunden je Tag (Wochenstunden ÷ 5): bis 1 → 0, bis 2 → 0,5, bis 3 → 0,75, bis 4 → 1,0, bis 5 → 1,25, bis 6 → 1,5, bis 7 → 1,75, bis 8 → 2,0, bis 9 → 2,25, darüber → 2,5.
Staffel nach maßgeblichen zusätzlichen Wochenstunden je Einrichtung (Anstellungsschlüssel-/Fachkraftquoten-Stunden bereits abgezogen): 5–<10 → 5.000 €, 10–<15 → 10.000 €, 15–<20 → 15.000 €, 20–<25 → 20.000 €, ab 25 → 25.000 €. Jahreshöchstbetrag, anteilig nach berechtigten Monaten.
Schwankender Einsatz über das Jahr (monatsgenau)
Trage die maßgeblichen Wochenstunden je Monat ein. Pro Monat wird die zutreffende Stufe bestimmt und 1/12 des Stufenbetrags angesetzt. Aktiv, sobald hier Werte stehen.
Vergleich der Gesamtförderung 2026–2029
Füllen Sie die Abschnitte 1–4 aus, willigen Sie oben in die anonymisierte Speicherung ein und klicken Sie auf „Berechnen & Ergebnis anzeigen" – dann erscheinen hier Diagramm und Vergleichstabelle.
Ausgeblendet: Läuft weiter (Buchungszeiten, Vorkurse). Das Diagramm und die Summen über den Säulen zeigen nur die übrigen Positionen; die Vergleichstabelle darunter bleibt vollständig.
| Förderbestandteil | 2026 | 2027 | 2028 | 2029 |
|---|
Der Elternbeitragszuschuss (100 €/Kind/Monat) ist 2026 als Einnahme enthalten. Ab 2027 entfällt der staatliche Zuschuss; die Zeile zeigt dann den über den Regler unter dem Diagramm festgelegten Ersatz durch die Eltern.
Der Rechner wird laufend aktualisiert und erweitert
Ihr Ergebnis beruht auf dem Änderungsgesetz vom (GVBl. 2026 S. 401). Sobald das Staatsministerium neue oder endgültige Beträge bekannt gibt, ziehen wir die Rechenwerte nach – und wir bauen den Rechner Schritt für Schritt weiter aus. Im kostenlosen IfKM-Newsletter erfahren Sie von jeder Aktualisierung und erhalten dazu Fristen und Praxistipps zur Kita-Finanzierung. Dann lohnt sich auch ein zweiter Blick auf Ihre Zahlen.
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Was die BayKiBiG-Reform ab 2027 für Träger ändert
Verbindlich sind die Angaben des Staatsministeriums: Finanzierung der Kindertagesbetreuung (StMAS) – dort stehen auch die Lesefassungen von BayKiBiG und AVBayKiBiG in der ab dem 1. Januar 2027 geltenden Fassung.
FAQ zur BayKiBiG-Reform
Fokus: Teamkräftepauschale · Elternbeiträge · Förder- und Verfahrensänderungen. Stand der Unterlagen: Handreichung des Staatsministeriums zur BayKiBiG-Reform vom · Rechtsgrundlage: Änderungsgesetz vom (GVBl. 2026 S. 401) · Inkrafttreten der Reform: – alle Angaben ohne Gewähr.
Ab wann gilt die Reform – und sind die Beträge endgültig?
Der Bayerische Landtag hat die Reform am 22. Juli 2026 beschlossen; das Änderungsgesetz vom (GVBl. 2026 S. 401) ist verkündet, die Neuregelungen treten am 1. Januar 2027 in Kraft. Alle in diesem FAQ genannten Pauschalen sind vorläufige Werte unter Haushaltsvorbehalt.
Was ist die Teamkräftepauschale?
Eine ab 2027 gesetzlich verankerte, einrichtungsbezogene Platzpauschale, mit der der Freistaat die Beschäftigung von Teamkräften finanziert. Sie ersetzt die bisherige richtlinienbasierte Förderung samt jährlichem Antragsverfahren und wird an die Entwicklung des Basiswerts gekoppelt – nach der Übergangsregelung erst ab 2030; für 2027 bis 2029 gibt es keine jährliche Anpassung (Art. 29 Abs. 1 BayKiBiG).
Wer zählt als Teamkraft – und wer nicht?
Teamkräfte sind die in einer Kita beschäftigten Kräfte, die kein pädagogisches Personal sind und auch nicht im Anstellungsschlüssel berücksichtigt werden können (§ 18 AVBayKiBiG) – insbesondere Hauswirtschafts-, Verwaltungs- und Assistenzkräfte, Hausmeister sowie Praktikantinnen und Praktikanten im SEJ, im HEJ, im Schulversuch KiPrax oder im ersten Studienjahr der praxisintegrierten Erzieherausbildung.
Keine Teamkraft ist, wer nach seiner Qualifikation Fach- oder Ergänzungskraft ist oder über die Allgemeinverfügung oder eine Einzelfallgenehmigung im Anstellungsschlüssel berücksichtigt werden könnte – auch dann, wenn die Person tatsächlich nicht eingerechnet wird. Ebenfalls nicht förderfähig sind Schüler- und Schnupperpraktika, ehrenamtliche Aushilfen, externe Dienstleister und Verwaltungskräfte für originäre Trägeraufgaben.
Die Teamkraft muss beim Träger gegen Entgelt angestellt und der Einrichtung mit ihren Wochenstunden nachweisbar zugeordnet sein, in der Regel im Arbeitsvertrag. Es müssen keine neuen Stellen geschaffen werden – auch bestehende Kräfte zählen.
Wie hoch ist die Teamkräftepauschale 2027 bis 2029?
Vorläufig gilt pro genehmigten Platz:
| Jahr | bis 50 Plätze (Sockel) | Plätze 51–150 |
|---|---|---|
| 2027 | 500,00 € | 167,61 € |
| 2028 / 2029 | 700,00 € | 242,37 € |
Berücksichtigt werden höchstens 150 genehmigte Plätze. Gerechnet wird mit den genehmigten Plätzen in der Betriebserlaubnis, unabhängig davon, wie hoch die tatsächliche Platzauslastung in Ihrer Einrichtung ist. Maßgeblich sind die Regelplätze; kurzfristige Überbelegungen oder Notplätze zählen nicht. Für die ersten 50 Plätze gilt die erhöhte Sockelpauschale.
Wie viele Wochenstunden Teamkräfte müssen wir nachweisen?
Grundsätzlich: mindestens eine Teamkraft.
- Für mehr als 50 Plätze: insgesamt mindestens 25 Wochenstunden.
- Für mehr als 100 Plätze: insgesamt mindestens 35 Wochenstunden.
Im Bewilligungszeitraum 2027 gilt die Stundenvorgabe noch nicht (Übergangsregelung); es genügt eine Teamkraft, ein dezidierter Stundennachweis ist nicht erforderlich. Ab 2028 greifen die Stundenvorgaben.
Gerechnet wird monatsweise: Die Pauschale wird für jeden Monat zu einem Zwölftel gewährt, in dem die Voraussetzungen vorliegen; Plätze und Stunden zählen je Monat. Reichen die Stunden in einem Monat nicht, wird die Pauschale auf die höchste erreichte Stufe gekappt. Urlaub und Krankheit mit Entgeltfortzahlung schaden nicht. Ruht das Arbeitsverhältnis – etwa in der Elternzeit –, ist die Kraft freigestellt oder gekündigt, gilt die Beschäftigung als unterbrochen oder beendet.
Eine Kraft in mehreren Häusern: Jede Einrichtung zählt nur die Stunden, mit denen die Kraft ihr vertraglich zugeordnet ist. Beispiel des Staatsministeriums: 37 Wochenstunden, davon 25 in Haus A (78 Plätze) und 12 in Haus B (63 Plätze). 2027 zählen in beiden Häusern alle Plätze; ab 2028 erhält Haus A die Pauschale weiter für 78 Plätze, Haus B nur noch die Sockelpauschale für 50 Plätze.
Was passiert mit Personalbonus und Assistenzkraftförderung?
Beide werden in die Teamkräftepauschale überführt – nicht in den Qualitätsbonus. Damit entfallen die bisherigen jährlichen Antrags- und Bewilligungsverfahren dieser Richtlinien; die Leistung ist künftig gesetzlich abgesichert.
Wichtig: Die Belegprüfung entfällt nicht. Sie bleibt bestehen und erfasst künftig auch die kindbezogene Förderung und die Teamkräftepauschale – die Prüfung verlagert sich lediglich von einer Vorprüfung auf eine Nachprüfung (Erklärungsprinzip).
Was wird aus der Förderung der Sprachfachkräfte?
Für den Kita-Träger entfällt sie ab 2027. Die bisherige Förderung der Sprach-Kitas wird zusammen mit den Digitalisierungscoaches und der Pädagogischen Qualitätsbegleitung von der neuen Funktionsstellenpauschale abgelöst. Diese erhält aber nicht die Einrichtung, sondern der örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe, also der Landkreis oder die kreisfreie Stadt – bemessen nach der Zahl der Kitas in seinem Gebiet (Art. 22 BayKiBiG, § 24 AVBayKiBiG).
Eingesetzt wird sie für Funktionsstellen: Pädagogische Qualitätsbegleitung, Qualitätsbegleitung für sprachliche Bildung (vormals Sprach-Fachberatung) und Qualitätsbegleitung für digitale Bildung. Für eine Sprachfachkraft im eigenen Kita-Team ist sie nicht vorgesehen. Dieser Rechner setzt die Sprachfachkräfte ab 2027 deshalb mit null an.
Fällt der Elternbeitragszuschuss von 100 € weg?
Der Beitragszuschuss wird letztmals bis 31.12.2026 gesondert gezahlt und ab 2027 als eigenständige Förderkomponente abgeschafft. Nach Darstellung des Staatsministeriums ist dies eine formale Umstellung: Das Mittelvolumen bleibt in voller Höhe im Kita-System und wird in den Qualitätsbonus überführt. Für die Abrechnung einer einzelnen Einrichtung verschwindet die feste Position „100 € pro Kindergartenkind“ aber. Mit dem Zuschuss entfällt auch die Pflicht, den Elternbeitrag im Kindergartenalter um 100 € zu senken.
Müssen wir wegen der Reform die Elternbeiträge erhöhen?
Nach Auffassung des Staatsministeriums gibt der rein formale Wegfall des Beitragszuschusses keinen Anlass für Beitragserhöhungen, da die Mittel faktisch erhalten bleiben; die Erhöhung der staatlichen Förderung ist mit der Erwartung verbunden, dass Kommunen und Träger die Elternbeiträge sozialverträglich halten. Die verpflichtende Staffelung der Elternbeiträge nach Buchungszeiten bleibt Fördervoraussetzung.
Praxis-Hinweis: Der finanzielle Effekt hängt von der Zusammensetzung Ihrer Einrichtung ab; für Ihre Einrichtung kann die Umschichtung durchaus geringer ausfallen als der bisherige 100-€-Zuschuss.
Wie hoch ist der Qualitätsbonus ab 2027?
Der vorläufige Qualitätsbonus beträgt 693,28 € (2027), 852,36 € (2028) und 857,87 € (2029). Der Basiswert für die Endabrechnung 2025 beträgt 1.521,62 €; er wird künftig entsprechend der Tarifentwicklung für Erziehungskräfte in Entgeltgruppe 8a Stufe 4 TVöD Sozial- und Erziehungsdienst – einschließlich der Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung – fortgeschrieben. Eine gesetzlich verankerte Dynamisierung des Qualitätsbonus über 2029 hinaus ist bisher nicht vorgesehen.
Woher kommen die zusätzlichen Mittel? Die aus dem bayerischen Familien- und Krippengeld frei werdenden Mittel fließen über schrittweise Erhöhungen des Qualitätsbonus in die Betriebskostenförderung. Zusätzlich werden bisherige Nebenförderungen überführt: der 100-€-Beitragszuschuss (ausdrücklich in den Qualitätsbonus), die U3-Bundesmittel und der bisherige Zuschlag von +0,15 auf den Buchungszeitfaktor je Kind unter drei Jahren. Dieser U3-Zuschlag entfällt künftig als eigener Faktor – er wird im Verordnungstext gestrichen und geht in die Umschichtung ein.
Wann stehen Qualitätsbonus und Teamkräftepauschale endgültig fest?
Erst ein Jahr nach der regulären Endabrechnung. Abschläge laufen mit den vorläufigen Werten. Den endgültigen Qualitätsbonus setzt das Staatsministerium nachträglich fest: Die bereitgestellten Haushaltsmittel werden auf die tatsächlich betreuten Kinder mit ihren Buchungszeit- und Gewichtungsfaktoren verteilt. Bei der Teamkräftepauschale werden sie auf alle Plätze verteilt, für die sie beantragt wurde; das Verhältnis von Sockel- zu Zusatzpauschale bleibt dabei erhalten.
Beispiel 2027: Die Kinderdaten sind bis 30. April 2028 in KiBiG.web zu erfassen, die Endabrechnung der kindbezogenen Förderung erfolgt wie gewohnt 2028. Qualitätsbonus und Teamkräftepauschale für 2027 werden dabei ausgeklammert und erst mit der Endabrechnung 2029 endgültig bewilligt und ausgezahlt. Die endgültigen Beträge können von den vorläufigen abweichen – das gehört in die Liquiditätsplanung.
Was ändert sich beim Antrags- und Meldeverfahren?
- Die Meldung der Aufnahme von Gastkindern an die jeweilige Aufenthaltsgemeinde entfällt.
- Der Förderantrag wird nicht mehr vom Träger an jede einzelne Aufenthaltsgemeinde gerichtet; die Sitzgemeinde gibt ihn in KiBiG.web für die übrigen Aufenthaltsgemeinden frei und erlässt für ihre Kinder und die Teamkräftepauschale den Förderbescheid (§ 25 Abs. 1 AVBayKiBiG).
- Der Aushang des Förderhinweises zum Beitragszuschuss entfällt. Auf die Förderung nach dem BayKiBiG ist weiterhin hinzuweisen, künftig ausdrücklich auch auf die staatlichen Leistungen (Art. 17 Nr. 7 BayKiBiG).
- Für kindbezogene Förderung und Teamkräftepauschale gilt das Erklärungsprinzip – die inhaltliche Prüfung erfolgt erst im Rahmen der Belegprüfung.
Was müssen Träger ab Januar 2027 in KiBiG.web neu eintragen?
- Plätze: Die Platzzahl wandert aus den Stammdaten in die neuen IST-Monatsdaten Plätze. Die bisherigen Angaben werden nicht übernommen – für Januar 2027 ist eine erste Eingabe nötig, danach lässt sie sich fortschreiben. Maßgeblich sind die Regelplätze laut Betriebserlaubnis; die Aufteilung nach U3, Ü3 und Schulkindern entfällt.
- Teamkräfte: In den IST-Monatsdaten Personal gibt es bei „Qualifikation“ neu die Auswahl „Teamkraft“. Die Personaldaten vom Dezember 2026 werden fortgeschrieben, bisher nach den Richtlinien geförderte Kräfte aber nicht zugeordnet – für sie ist die Qualifikation neu zu wählen.
- Höherer Gewichtungsfaktor: Wer ihn nach einer Verringerung bis zum Ende des Kindergartenjahres weiter ansetzt, gibt das in den IST-Monatsdaten Kinder an und markiert es beim Antrag auf Endabrechnung mit Häkchen und Textfeld – wie bei der 42-Tage-Regelung.
- Mini-Kita: Die Sonderförderung wird über ein Kästchen in den Einrichtungsstammdaten beantragt; verbindlich wird die Bedarfsanerkennung mit der Bewilligung durch die Sitzgemeinde.
Es gilt das Erklärungsprinzip: Die Angaben werden nicht vorab geprüft, falsche Eintragungen fallen erst in der Belegprüfung auf.
Was gilt, wenn ein Kind drei Jahre alt wird oder der Faktor 4,5 im Kita-Jahr wegfällt?
Verringert sich der Gewichtungsfaktor während des laufenden Kindergartenjahres, kann der bisherige Faktor bis zum Ende des Kindergartenjahres weiter angesetzt werden (§ 28 Abs. 1 Satz 4 AVBayKiBiG). Das gilt jetzt für jede Verringerung und in jeder Einrichtungsart: typisch der Faktor 2,0, wenn ein Kind drei Jahre alt wird, und neu vor allem der Faktor 4,5, wenn er im Jahresverlauf entfiele – etwa weil Eingliederungshilfe vorübergehend nicht erbracht wird. Buchungszeiten bis drei Stunden täglich bleiben nach dem dritten Geburtstag ebenfalls bis zum Ende des Kindergartenjahres in der Förderung.
Bisher galt die Weiterführung nach dem dritten Geburtstag in Krippen von selbst, in anderen Einrichtungen nur, wenn die berechtigte Gemeinde weiter mit dem Faktor 2,0 förderte. Jetzt entscheidet der Träger, ob er die Regel nutzt – denn der höhere Faktor wirkt auch auf Anstellungsschlüssel und Fachkraftquote. Das kann Mehreinnahmen bedeuten, gerade dort, wo eine Weiterführung bisher nicht gewährt wurde.
Ausnahme: Der Sechs-Monats-Fall – Faktor 4,5 für Kinder, für die Eingliederungshilfe erst beantragt ist – wird nicht weitergeführt. Ebenfalls neu: Die untersten Buchungszeitkategorien (über 1 bis 2 und über 2 bis 3 Stunden) gelten auch für Kinder mit Behinderung oder von wesentlicher Behinderung bedrohte Kinder (§ 20 Abs. 1 AVBayKiBiG).
Gilt der Rechner auch für Landkindergärten, Netze für Kinder, Mini-Kitas und Horte?
Horte und Kombieinrichtungen erhalten ab 2027 ebenfalls die Teamkräftepauschale; für sie rechnet der Rechner wie für jede andere Einrichtung.
Landkindergärten und Netze für Kinder erhalten ab 2027 zusätzlich zu ihrer Sonderförderung erstmals den Qualitätsbonus und die Teamkräftepauschale, beides nach den tatsächlichen Kinder- und Platzzahlen. Für die Grundförderung bleibt es bei der Günstigerprüfung.
Mini-Kitas mit bis zu zwölf Plätzen, die die Gemeinde als bedarfsnotwendig anerkennt, werden für alle Kinder mit dem Gewichtungsfaktor 2,0 gefördert, wenn das günstiger ist als die Förderung mit den tatsächlichen Faktoren. Dazu kommen der Qualitätsbonus nach den tatsächlichen Faktoren und die Teamkräftepauschale. An ihre Anerkennung ist die Gemeinde drei Bewilligungszeiträume gebunden.
Hinweis zum Rechner: Diese Sonderförderungen bildet der Rechner nicht ab. Er schreibt den Qualitätsbonus 2026 fort und rechnet die kindbezogene Förderung ohne Sonderregel. Für Landkindergärten, Netze für Kinder und Mini-Kitas ist das Ergebnis deshalb nur eingeschränkt aussagekräftig.
Was ändert sich bei Belegprüfung und Aufbewahrung?
- Aufbewahrungsfrist förderrelevanter Unterlagen: fünf Jahre.
- Bild- und Datenträger zur Aufbewahrung sind zulässig, wenn das Verfahren den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung entspricht.
- Beobachtungsbögen Sismik/Seldak: nur bis ein Jahr nach Ausscheiden des Kindes.
- Bagatellgrenze bei Erstattungen (Rücknahme/Widerruf/Aufhebung): 1.000 €; Zinsen werden nur erhoben, wenn der Gesamtzinsanspruch mehr als 500 € beträgt.
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